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Frankfurt Jetzt!


Die Dauerausstellung „Frankfurt Jetzt!" wird im zweiten Obergeschoss des Neubaus zu sehen sein und sich auf rund 1.000 qm erstrecken. Die Ausstellung befasst sich mit der Gegenwart Frankfurts und fragt nach den Eigenheiten der Stadt und ihrer Bewohner/-innen. Wer oder was macht Frankfurt zu dem, was es ist? Wer lebt hier eigentlich? Und wie erleben unterschiedliche Leute Frankfurt? Leben wir alle in derselben Stadt oder gibt es vielleicht sogar ganz unterschiedliche „Frankfurts?" „Frankfurt Jetzt!" richtet sich in erster Linie an Frankfurterinnen und Frankfurter. Die Ausstellung soll dazu animieren, sich mit der Stadt, in der wir leben, auseinanderzusetzen.

 

Diese Form der Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Stadt erfordert neue Formen der musealen Arbeit. Das Museum geht davon aus, dass alle 680.000 Frankfurter/-innen Experten für ihre Stadt sind und lädt sie ein, dieses Expertenwissen im neuen historischen museum mitzuteilen. Zu diesem Zweck wird Raum für eine neue, partizipative Ausstellungsreihe, dem „Stadtlabor" geschaffen: Hier werden in Partizipation mit verschiedenen Gruppierungen der Stadtgesellschaft Ausstellungen zu wechselnden Themen entwickelt. Diese werden dabei nicht nur durch das Museum gestellt, sondern entweder direkt von den Gruppen vorgeschlagen oder gemeinsam erarbeitet. Dadurch erweitert sich das Themenspektrum des Museums und nimmt das Alltags- und Erfahrungswissen der Stadtgesellschaft mit auf. Für das Stadtlabor stehen in der zukünftigen Dauerausstellung bis zu 600 qm zur Verfügung. Auf dieser Fläche werden neben den partizipativen Ausstellungen auch Veranstaltungen zu verschiedenen, aktuellen Themen durchgeführt, die die Stadt beschäftigen.

 Frankfurt-Modell und digitale Plattform

Ein weiteres wichtiges Element in „Frankfurt Jetzt!" wird ein ca. 70 qm großes, von dem Künstler Herman Helle gestaltetes Stadtmodell sein. Es wird das heutige Frankfurt zeigen, durch seine künstlerische Form aber deutlich machen, dass Stadt viel mehr ist als der gebaute Raum. Ein Stadtraum entsteht dann, wenn sich die architektonische Gestalt der Gebäude mit den Erfahrungsdimensionen der Bewohner/innen verbindet. In diesem Sinne sollen am Frankfurt-Modell auch lebensweltliche Bezüge und Alltagserfahrungen der gelebten Stadt deutlich werden. Dazu wird die digitale Plattform Mein-Frankfurt-Modell entwickelt, die als Onlinesammlung der Frankfurter/innen fungiert. Hier sammeln wir auf einem digitalen Stadtplan subjektive Perspektiven in Form von Foto, Audio, Film und Text zu Frankfurt. Alle sind dazu eingeladen ihr Expertenwissen mit uns zu teilen - denn am besten können Frankfurts Geschichten, Nachbarschaften und Merkwürdigkeiten von ihren Bewohner/innen selbst erzählt werden! Ab 2017 kann die Website von den User selbst mit Inhalten befüllt werden.

 

Bibliothek der Alten


Das zweite, fest installierte Element neben dem Frankfurt-Modell wird die „Bibliothek der Altensein, eine künstlerische Installation von Sigrid Sigurdsson, die bereits im „alten historischen museum zu sehen war. Die „Bibliothek der Alten” ist als „offenes Archiv konzipiert, wo persönliche Erinnerungen von Frankfurterinnen und Frankfurtern gesammelt werden. Es wird als Raum im Raum präsentiert und stellt eine Verbindung zwischen den beiden Dauerausstellungen „Frankfurt Einst? und „Frankfurt Jetzt! dar. Mit einer angelegten Laufzeit von über 100 Jahren bis ins Jahr 2105 überdauert es gewissermaßen unsere Zeit und reicht gleichzeitig mit den dort abgelegten Erinnerungen in die Vergangenheit zurück.

 

Ein wichtiger Part bei der Entstehung dieses neuen Ausstellungsraumes kommt den Amsterdamer Ausstellungsarchitekten KOSSMANN.DEJONG zu, mit denen wir zusammen das partizipative Ausstellungskonzept und die gestalterische Form fortentwickeln.

 

 

Stadtlabor unterwegs!


Das Stadtlabor unterwegs ist ein Ausstellungsformat des historischen museums frankfurt. Im Stadtlabor geht es darum, die vielfältigen Facetten, Themen und Eigenheiten der Stadt zu erkunden, in Ausstellungen sichtbar zu machen und mit den Expert/innen aus den Stadtteilen zusammenzuarbeiten. Insgesamt fünf Mal war das historische museum frankfurt mit dem Stadtlabor unterwegs: Vom Ostend ins Stadionbad, über Ginnheim  in die Wallanlagen und zuletzt im Gallus. Diesmal möchten wir den Fokus auf einen bestimmten Stadtteil bzw. Ort aufbrechen und übergreifend fragen: Wer wohnt wie in Frankfurt? Die Stadtlabor-Frage ist dieses Jahr Teil der Sommertour 2016 und die Beiträge werden uns an vielen Orten der Stadt begegnen.

Ab 2017 hat das Stadtlabor einen festen Ort im Dachgeschoss des neuen Ausstellungshauses. Es bleibt somit das Experimentierformat der Dauerausstellung Frankfurt Jetzt! und bietet viel Platz sich mit Themen die die Stadt und ihre Bewohner/innen bewegen auseinanderzusetzen.

 Zur Übersicht der Stadtlabor unterwegs-Ausstellungen geht es hier.

 

Ein Viertel und ein Ganzes - Stadtlabor unterwegs im Gallus

park in progress - Stadtlabor unterwegs in den Wallanlagen

Stadtlabor unterwegs - G-Town- Wohnzimmer Ginnheim

Das Stadtlabor unterwegs - Stadionbad 2012 (Rückblick)

Das Stadtlabor unterwegs - "Ostend // Ostanfang" 2011 (Rückblick)

Das Stadtmodell soll neue Blicke auf und unter die Stadt ermöglichen. Entwurf Kossmann.dejong (März 2011) (c) hmf / Kdj

 

Blick in die Ausstellung "OSTEND//OSTANFANG" - das erste Stadtlabor unterwegs (c) hmf

 

 

♦ Die Bibliothek der Alten

 

♦ Das Stadtlabor unterwegs